
The Journey
Morocco


Die Farben, die Düfte, das Licht – alles scheint hier eine Geschichte zu erzählen. Zwischen den lebhaften Souks und der stillen Wüste habe ich eine tiefe Ruhe gefunden, die mehr mit Ankommen als mit Reisen zu tun hat.
Der warme Sand unter den Füßen, das sanfte Flüstern des Windes und die herzliche Gastfreundschaft – all das hat mich berührt und inspiriert.
Marokko war für mich kein Ort, sondern ein Gefühl. Ein Ort, an dem Zeit langsamer fließt und die Seele atmen darf.
Marokko war für mich wie ein langsames Ankommen – in der Weite, im Atem, bei mir selbst. Drei Monate in Tamraght haben sich nicht wie ein Kapitel, sondern wie ein Gefühl angefühlt. Dieses kleine Küstendorf mit seinem endlosen Licht, dem Wind, der durch die Straßen zieht, und dem Meer, das Tag und Nacht Geschichten erzählt.
Meine Yogastunden dort waren getragen von dieser besonderen Energie. Auf dem Retreat habe ich Menschen durch ihre Praxis begleitet, während draußen die Wellen an die Felsen gebrochen sind. Oft hatte ich das Gefühl, dass die Landschaft selbst Teil der Klasse wurde – als würde sie mitatmen, mitfließen. Und während ich unterrichtete, habe ich selbst so viel gelernt: über Vertrauen, über Präsenz, über das Loslassen von Perfektion und das Hinspüren zu dem, was wirklich wichtig ist.
Mit der Zeit ist Tamraght für mich zu einem Ort geworden, an dem Yoga, Surf und Alltag ganz natürlich ineinander übergehen. Im Surfcamp hat sich diese Verbindung noch verstärkt: morgens die Stille auf der Matte, später die Kraft der Wellen unter den Füßen. Zwei Welten, die sich gegenseitig ergänzt und inspiriert haben.
Besonders berührt hat mich auch meine Zeit im Hey Allah, wo ich Klangschalenmassagen angeboten habe. Diese Momente waren ruhig, tief und heilsam – für die Menschen, die ich begleiten durfte, aber auch für mich. Zwischen Klang, Atem und Meer habe ich eine neue Form von Achtsamkeit gefunden.
Marokko hat mir neue Freundschaften geschenkt, viele kleine Geschichten, spontane Begegnungen und so viele Lektionen, die man nur lernt, wenn man wirklich eintaucht. Es war eine Reise des Gebens und Empfangens, eine Zeit, die mich als Lehrerin und als Mensch verändert hat – und die noch lange nachklingt.



